Klima und Wirtschaft gehören zusammen
Zu lange wurde so getan, als müssten wir uns entscheiden: entweder Klimaschutz oder Wohlstand. Wir sind überzeugt, dass genau das die falsche Frage ist. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, beides zusammenzubringen.
Deutschland lebt von seinen Unternehmen, vom Handwerk, vom Mittelstand und von den Menschen, die jeden Tag arbeiten gehen. Wenn wir auch in Zukunft gute Arbeitsplätze, faire Löhne und wirtschaftliche Stabilität sichern wollen, müssen wir unsere Wirtschaft fit für die Zukunft machen. Klimaneutralität ist dabei kein Hindernis, sondern eine Chance.
Während andere Länder längst Milliarden in moderne Technologien, erneuerbare Energien und klimafreundliche Industrie investieren, dürfen wir nicht stehen bleiben. Wer heute in Windkraft, Solarenergie, Speichertechnologien, Wasserstoff, moderne Netze und nachhaltige Produktionsverfahren investiert, sichert die Arbeitsplätze von morgen. Das stärkt unsere Unternehmen, senkt langfristig Energiekosten und macht uns unabhängiger von Öl, Gas und den politischen Risiken, die mit fossilen Energien verbunden sind.
Dabei geht es uns nicht um Verbote um der Verbote willen. Wir wollen keine Verbotspartei sein. Menschen und Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und echte Alternativen. Wer Klimaschutz nur als Verzicht organisiert, wird die Mehrheit der Menschen nicht mitnehmen. Unser Ziel ist es deshalb, klimafreundliches Handeln einfacher, attraktiver und wirtschaftlich sinnvoller zu machen.
Gleichzeitig muss Klimaschutz gerecht sein. Es kann nicht sein, dass diejenigen die größten Lasten tragen, die ohnehin schon jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Wer wenig verbraucht, wenig fliegt, kein großes Vermögen besitzt und nur einen kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlässt, darf nicht überproportional belastet werden.
Umgekehrt gilt: Wer besonders viele Ressourcen verbraucht, häufig fliegt, große Wohnflächen beheizt oder überdurchschnittlich viel CO₂ verursacht, muss auch einen größeren Beitrag leisten. Das entspricht nicht nur dem Verursacherprinzip, sondern auch unserem Verständnis von sozialer Gerechtigkeit.
Klima- und Umweltschutz funktionieren dauerhaft nur dann, wenn sie fair gestaltet werden. Wir wollen eine Politik, die Verantwortung einfordert, ohne Menschen zu überfordern. Eine Politik, die ökologische Grenzen respektiert und gleichzeitig soziale Sicherheit schafft.
Für uns steht deshalb zwischen Klimaschutz und Wohlstand kein „aber“, sondern ein „und“. Wir wollen eine starke Wirtschaft, die gute Arbeit schafft. Wir wollen eine intakte Umwelt, die auch kommenden Generationen ein gutes Leben ermöglicht. Und wir wollen eine Gesellschaft, in der die Lasten des Wandels gerecht verteilt werden.
So entwickeln wir die soziale Marktwirtschaft weiter – ökologisch, sozial und zukunftsfähig.